KI-generierte Grafik. Überschrift „Fertigung planen mit Sage 100“ neben dem TerraCom-Logo, darunter Symbole für Plantafel im Browser, Szenarien, Optimierer für Rüstzeiten und Freigabe nach Sage. Rechts ein Monitor mit einer Plantafel als Gantt-Diagramm, darüber Karten für Schichtpläne, Kapazitätsgruppen, Personal und KI-Assistent. Ein Kasten nennt, was der Leitstand kann.

Fertigungsleitstand für Sage 100: Feinplanung, die Sage führen lässt

Dienstag, kurz nach acht. Der Vertrieb meldet einen Eilauftrag, 40 Stück, Liefertermin Freitag. Die Fertigungsleiterin schaut auf die Magnettafel im Büro, dann in ihre Excel-Liste, dann in Sage. Drei Stände, die nicht ganz zusammenpassen. Ob die Säge das noch schafft, wenn der Auftrag für Kunde Meier nach hinten rutscht, kann ihr in diesem Moment niemand sagen. Also wird geschätzt, telefoniert und am Nachmittag doch wieder umgeplant.

Sage 100 kennt jeden Fertigungsauftrag mit Arbeitsplan, Rüst- und Stückzeiten, Arbeitsplätzen und Schichtkalendern. Was fehlt, ist der Blick auf die Belegung: Welche Maschine ist wann voll, wo entsteht Verzug, was passiert, wenn man etwas verschiebt? Diese Lücke schließt der TC Fertigungsleitstand, eine webbasierte Feinplanung für Sage 100. Er ist noch in der Entwicklung, die hier beschriebenen Funktionen sind aber bereits umgesetzt.

Sage führt, der Leitstand plant

Am Grundprinzip hängt alles andere. Sage 100 bleibt das führende System. Aufträge, Arbeitspläne, Arbeitsplätze, Schichtpläne und Rückmeldungen werden weiter dort gepflegt. Der Leitstand holt sich diese Daten, plant auf einem eigenen Planstand und schreibt Termine erst dann zurück, wenn ein Planer das ausdrücklich auslöst. Bis dahin kann man ausprobieren, so viel man will, ohne dass Materialdisposition oder Auswertungen in Sage davon etwas mitbekommen.

Technisch läuft der Leitstand als Windows-Dienst im Firmennetz, mit einer eigenen SQL-Server-Datenbank. Planer brauchen nur einen Browser. Auf die Sage-Datenbank greift er nie direkt zu, sondern ausschließlich über den TCAppServer2026, denselben Weg, den auch unsere Scanner-Apps für BDE und Inventur nutzen. Alle zwei Minuten kommen die geänderten Aufträge und Arbeitsgänge herüber, alle 30 Minuten ein vollständiger Abgleich. Ein grüner Punkt in der Kopfzeile zeigt, wann das zuletzt geklappt hat.

Schreiben darf der Leitstand nur in Mandanten, die in der AppServer-Konfiguration ausdrücklich dafür freigegeben sind. Ohne diesen Eintrag bleibt Sage für ihn rein lesend. Für den Einstieg ist das ein angenehmer Zustand.

Interaktiv

Der Planungskreislauf in fünf Schritten

Auf einen Schritt klicken: was der Leitstand dabei tut, was in Sage passiert und worauf es im Betrieb ankommt.

Die Plantafel: jede Maschine eine Zeile

Herzstück ist eine Plantafel als Gantt-Diagramm. Links stehen die Arbeitsplätze aus Sage, jeweils mit ihrer Auslastung in Prozent. Rechts liegen die Arbeitsgänge als Balken, beschriftet nach dem Muster 164/2 für Fertigungsauftrag 164, Arbeitsgang 2. Hellblau hinterlegt sind die Schichtzeiten, eine magentafarbene Linie markiert den aktuellen Zeitpunkt. Oben fasst eine Leiste zusammen, wie viele Aufträge offen, überfällig oder verspätet sind und wie viele Konflikte es gibt.

Plantafel des TC Fertigungsleitstands in der Wochenansicht: Kennzahlen 48 offene FA, 91 Arbeitsgänge, 66 Prozent Auslastung und 2 Konflikte, darunter Arbeitsplätze wie Säge Homburg und Drehbearbeitungszentrum mit Auslastung in Prozent, Arbeitsgänge als Balken und rechts das Detailpanel zu FA 176 Tischbein.
Die Plantafel in der Wochenansicht. Rot umrandet: zwei Arbeitsgänge, die sich auf der Säge überschneiden.

Dieselben Daten lassen sich auch je Auftrag anzeigen, mit Liefertermin und Verzug, oder je Mitarbeiter. Ein Umschalter zeigt auf Wunsch den Sage-Stand statt des Plans. So sieht man sofort, wie weit beide auseinanderliegen.

Ein Klick auf „Neu planen“ terminiert alle offenen Arbeitsgänge. Gerechnet wird rückwärts vom Liefertermin, also so spät wie möglich, damit kein Material unnötig früh gebunden ist. Reicht die Zeit nicht, plant der Leitstand vorwärts ab jetzt und markiert den Auftrag als verspätet. Dabei hält er sich an Schichtzeiten, Arbeitsgangfolge und Wartezeiten aus dem Sage-Arbeitsplan. Bereits zurückgemeldete Mengen zieht er ab. Eilaufträge kommen vor allen anderen dran. Ziel der Entwicklung sind 5.000 Arbeitsgänge in unter zwei Sekunden, im Demo-Mandanten dauert ein Lauf eine Viertelsekunde.

Natürlich weiß der Planer manchmal mehr als jede Regel. Deshalb lassen sich Balken mit der Maus verschieben, auch auf eine andere Maschine. Ein verschobener Arbeitsgang wird automatisch fixiert und bleibt beim nächsten Neuplanen stehen, der Rest ordnet sich um ihn herum.

Was wäre, wenn die Säge ausfällt?

Für solche Fragen gibt es Szenarien. Ein Szenario ist eine Kopie des Plans, in der man gefahrlos herumprobiert: den Eilauftrag einschieben, für die Säge eine Sperrzeit wegen Wartung eintragen, am Engpass eine Samstagsschicht ergänzen. Der aktive Plan bleibt unberührt, Sage ohnehin. Am Ende stellt ein Vergleich zwei Stände nebeneinander, mit verspäteten Aufträgen, Summe des Verzugs, Durchlaufzeit und Auslastung. Grün ist besser, rot schlechter. Gefällt das Ergebnis, wird der Entwurf zum aktiven Plan.

Einen Schritt weiter geht der Optimierer. Er sucht für die Maschinen eine bessere Reihenfolge, wahlweise mit Schwerpunkt auf Termintreue, auf kurze Rüstzeiten oder ausgewogen. Für das Rüsten nutzt er die Artikelgruppen aus Sage: Folgen zwei Arbeitsgänge derselben Gruppe aufeinander, entfällt ein Teil der Rüstzeit. Gerechnet wird ausschließlich im Leitstand, ohne dass Daten das Haus verlassen. Das Ergebnis landet nie direkt im aktiven Plan, sondern in einem eigenen Szenario.

Optimierer im TC Fertigungsleitstand mit Profil Rüstoptimiert: Fortschrittsbalken, 20.443 geprüfte Varianten und Vorher-nachher-Tabelle, Rüstzeit von 18,3 auf 9,2 Stunden gesenkt, Durchlaufzeit um 127 Stunden kürzer, keine verspäteten Aufträge.
Im Demo-Mandanten halbiert das Profil „Rüstoptimiert“ die Rüstzeit, ohne einen Auftrag zu verspäten.

Maschinen allein planen keine Fertigung

Zwei Drehbänke, die dasselbe können, sind in Sage 100 oft schon als Kapazitätsgruppe hinterlegt. Der Leitstand liest diese Gruppen und weicht bei einem Engpass selbstständig auf die freie Maschine aus, sofern der Arbeitsgang dort früher fertig wird. Arbeitsgänge mit fester Zuordnung in Sage bleiben, wo sie sind. Bei der Freigabe geht der neue Arbeitsplatz mit nach Sage, solange er in derselben Gruppe liegt.

Und dann ist da noch das Personal. Wer möchte, übernimmt die Mitarbeiter aus Sage, hinterlegt Qualifikationen in einer Skill-Matrix und trägt Urlaub oder Schulungen ein. Ein Arbeitsgang an einer Maschine, die einen Bediener braucht, wird dann nur eingeplant, wenn auch ein passender Mitarbeiter frei ist. Bei Gleichstand bekommt der Spezialist den Vorzug, damit die Allrounder für andere Aufgaben frei bleiben. Personaldaten bleiben dabei im Leitstand und gehen nicht nach Sage.

Zurück nach Sage, aber nur auf Knopfdruck

Ein Plan, der nur im Leitstand existiert, hilft der Materialdisposition wenig. Die Freigabe schreibt die Termine des aktiven Plans deshalb nach Sage, wo sie für Arbeitspapiere, BDE und Auswertungen bereitstehen. Vorher zeigt eine Vorschau jede Position, deren Plantermin vom Sage-Termin abweicht, mit altem und neuem Wert nebeneinander. Einzelne Zeilen lassen sich abwählen. Gerade am Anfang empfiehlt es sich, nur ein paar Aufträge freizugeben und das Ergebnis in Sage anzuschauen.

Seite Freigabe nach Sage im TC Fertigungsleitstand: Liste von Arbeitsgängen wie FA 160 AG 2 sägen und entgraten mit Spalten Sage bisher, Plan neu, Hinweise und überschreiben, alle 134 Positionen ausgewählt, Schaltfläche Freigeben.
Die Freigabe-Vorschau: Sage-Termin links, Plantermin rechts, jede Zeile einzeln abwählbar.

Hat jemand einen Termin in Sage geändert, seit der Leitstand ihn gelesen hat, wird dieser nicht einfach überschrieben. Die Position erscheint als Konflikt, und der Planer entscheidet. Jede Freigabe wird vor dem Senden mit einem eindeutigen Schlüssel protokolliert. Reißt mittendrin die Verbindung ab, schickt man sie einfach noch einmal. Der AppServer erkennt, dass er sie schon verarbeitet hat, und schreibt nichts doppelt.

Der Rückweg aus der Halle funktioniert wie gewohnt. Wer mit der TC BDE-App oder anders zurückmeldet, bucht Ist-Zeiten und Mengen in Sage. Der Leitstand übernimmt sie beim nächsten Abgleich, zeigt laufende Arbeitsgänge mit Fortschrittsbalken und rechnet die Restdauer aus der offenen Menge. Auf einem Monitor in der Halle läuft dazu auf Wunsch die Plantafel für heute und morgen im Vollbild, ohne Anmeldung über einen widerrufbaren Link.

Ein optionaler KI-Assistent beantwortet außerdem Fragen zum Plan in normaler Sprache, etwa „Welche Aufträge sind verspätet und warum?“. Auf Bitte legt er auch einen Entwurf an, zum Beispiel für eine Zusatzschicht an der Fräse. In den aktiven Plan oder nach Sage schreibt er nie. Wer keine Daten in eine Cloud geben möchte, betreibt das Sprachmodell lokal im eigenen Netz.

Stand der Entwicklung

Alle beschriebenen Funktionen laufen im Demo-Mandanten von Sage. Als Nächstes geht es um den Einsatz in echten Fertigungen, mit eigenen Arbeitsplänen, Schichtmodellen und Sonderfällen. Technisch braucht der Leitstand Sage 100 ab Version 9.0, einen Windows-Server, einen SQL Server (die kostenlose Express-Ausgabe genügt) und den TCAppServer2026. Weil eine Fremdanwendung auf die Daten von Sage 100 zugreift, ist außerdem eine 3rd-Party-Lizenz von Sage nötig. Wer ihn schon jetzt im eigenen Betrieb ausprobieren möchte, kann das rein lesend tun: Der Leitstand plant, Sage bleibt unverändert, bis die Schreibfreigabe eingeschaltet wird.

Häufige Fragen

Was ist der TC Fertigungsleitstand?

Eine webbasierte Feinplanung für Sage-100-Anwender mit Fertigung. Er zeigt Fertigungsaufträge und Arbeitsgänge aus Sage als Plantafel, plant sie gegen die tatsächliche Kapazität der Arbeitsplätze ein und schreibt freigegebene Termine zurück nach Sage. Der Leitstand ist noch in der Entwicklung.

Verändert der Leitstand meine Daten in Sage 100?

Nur, wenn Sie es ausdrücklich wollen. Geplant wird in einem eigenen Planstand. Sage-Termine ändern sich erst bei einer Freigabe, und auch das nur für Mandanten, die in der AppServer-Konfiguration zum Schreiben freigegeben sind. Ohne diese Freigabe bleibt Sage rein lesend.

Greift der Leitstand direkt auf die Sage-Datenbank zu?

Nein. Alle Daten laufen über den TCAppServer2026, den auch unsere Scanner-Apps nutzen. Der Leitstand hat eine eigene SQL-Server-Datenbank für Planstände, Szenarien und Personal, die Sage-Datenbank bleibt unberührt.

Was ist der Unterschied zwischen Neu planen und dem Optimierer?

„Neu planen“ setzt die Arbeitsgänge nach festen Regeln ein: Priorität, Liefertermin, Schichten, Arbeitsgangfolge. Der Optimierer sucht darüber hinaus eine bessere Reihenfolge, um Verspätungen, Rüstzeiten und Durchlaufzeiten zu senken. Sein Ergebnis landet immer in einem eigenen Szenario.

Was brauche ich technisch für den Leitstand?

Sage 100 ab Version 9.0, einen Windows-Server ab 2019 (alternativ Windows 10 oder 11), Microsoft SQL Server ab 2016, auch die Express-Ausgabe, und den TCAppServer2026. Für den Zugriff auf Sage 100 ist eine 3rd-Party-Lizenz von Sage erforderlich. An den Arbeitsplätzen genügt ein aktueller Browser.

Kann ich den Leitstand schon ausprobieren?

Ja. Wir zeigen ihn gern im Demo-Modus mit Daten aus Sage 100. Ein Test im eigenen Betrieb ist ebenfalls möglich und kann zunächst rein lesend laufen, Sage bleibt dabei unverändert.

Worauf es hinausläuft

Eine Feinplanung ist nur so gut wie die Daten, auf denen sie steht. Beim TC Fertigungsleitstand sind das die Daten, die ohnehin in Sage 100 gepflegt werden. Es gibt keine zweite Stammdatenwelt und keine Excel-Liste, die man nebenher aktuell halten muss. Der Leitstand macht die Belegung sichtbar, rechnet Alternativen durch und gibt Termine erst dann an Sage, wenn jemand sie für richtig hält.

Ob das im Alltag Ihrer Fertigung trägt, finden wir am besten zusammen heraus.

Den Fertigungsleitstand kennenlernen

Sie fertigen mit Sage 100 und wollen Ihre Planung auf einen Blick sehen? Wir zeigen Ihnen den Leitstand im Demo-Modus und besprechen, wie er in Ihrem Betrieb aussehen könnte.

Vorführung vereinbaren

Passend dazu: Betriebsdatenerfassung für Sage 100, Sage 100 REST API und unsere Seite zu Schnittstellen.

Fachliche Verantwortung

Frank Rose, Geschäftsführer der TerraCom GmbH. Zertifizierter KI-Spezialist (TÜV®) und Datenschutzbeauftragter (TÜV®) gemäß DSGVO und BDSG, beides geprüft von der TÜV NORD CERT GmbH. Seit über 25 Jahren baut TerraCom Schnittstellen, ERP-Lösungen und KI-Anwendungen für den Mittelstand.

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